Meine Philosophie

Mein größtes Interesse gilt dem Menschen in seinem Umfeld,
seiner Entwicklung und Veränderung.

Seit Beginn meiner keramischen Tätigkeit bringe ich
meine Gedanken über das Leben, Zusammenleben und den Tod
in freien und angewandten Werken zum Ausdruck.

Mit einem ganz eigenen Wunsch – formschöne Dinge
in den Alltag von Menschen zu bringen – ist die
Gebrauchskeramik zu meiner liebsten Profession geworden.

Nicht der Gegensatz von täglichem Einerlei und
gelegentlicher Besonderheit sondern das stetige Einflechten
von Schönheit in jeden einzelnen Tag
erfüllt uns mit dauerhaft angenehmem Wohlgefühl
und bietet uns einen Rückzugsraum aus der Hektik der
profitorientierten Gesellschaft.

Wie essen wir? Was? Womit? Worauf?
Ist es nicht ein Genuss den Kaffee oder Tee morgens schon
aus einem schönen Gefäß zu trinken? Seine Mahlzeiten
auf liebevoll gefertigten Tellern und Schalen zu servieren?
Den Tee aus schönen, optimal funktionalen Kannen zu gießen?

Gerade die Teekannen fertige ich als Einzelstücke
– jede bekommt ihr individuelles Gesicht – variiere ihre
Grundform, die Tülle, die einzigartigen Holzgriffe
und deren Befestigung ...

Großen Wert lege ich auf die Verbindung von Form & Funktion:
Klare, moderne, ästhetische Formen in Harmonie mit
warmen Farben und weichen Oberflächen, die ein Höchstmaß
an Funktionalität erfüllen (ausgefallene Vasen sind dicht
und Teekannen tropfen nicht).

So können wir uns am Wesentlichen erfreuen!

Für mich ist es Kunst – die Kunst im Alltag –
die, die uns erinnert, dass wir unsere urmenschlichen
Bedürfnisse nach Geborgenheit, Wärme und Liebe
erfüllen dürfen –
die, die eine positive Rückkopplung auf unsere Psyche hat
und auf alle Bereiche der menschlichen Gesellschaft –
die, die uns zur Ruhe kommen lässt –
nicht mehr immer auf der Flucht – so wenig Zeit ...

Zeit – ich frage mich hin und wieder: würden es Menschen,
die eine „normale“ Arbeit haben, überhaupt glauben
mit wie viel Liebe und Zeit ich die einzelnen Objekte
gefertigt habe?
Ja und dann sehe ich es bei meinen Kunden
und freue ich mich an Ihnen – Sie sehen und begreifen es!
Welch eine Freude – die Freude zu sehen – das Verstehen
über den Wert der Arbeit!
Und die Zweifel – lohnt es überhaupt in unserer Gesellschaft,
den Versuch zu wagen Anderes schaffen zu wollen? –
sind wie weg geblasen!!
Die Freude ist also auf allen Seiten.

Aber auch losgelöst von Funktionszusammenhängen
(Kunst existiert allein aus sich heraus)
reizen mich ganz besonders die Experimente.
Zufälle, Unfälle, die Elastizität und Beweglichkeit des
Materials Ton und meine eigene Stimmung ergeben hier ein
spannendes Zusammenspiel aus unbewusstem und bewusstem
Gestalten – die Verbindung von Handwerk, Kunst und Design.
Deshalb ist es so, dass meine freien Arbeiten
trotz aller Abstraktion dennoch einen Zweck erfüllen könnten...

Oft sind es die Gedanken über das Leben, Zusammenleben
und den Tod, die mich in meiner bildhauerischen Keramik inspirieren.
Zum Beispiel verleihe ich Vasen einen Ausdruck von Zuneigung, Liebe,
Desinteresse oder Einsamkeit, der dem menschlichen Zusammenleben
und dessen Veränderung entlehnt ist…
oder fertige ich Dosen, um darin die Schätze des Lebens zu bewahren,
für „Ihr kleines Geheimnis“…
oder gestalte ich Urnen für den Abschied vom Leben,
für die Erkenntnis, wie wichtig es ist, den Tod nicht tot zu schweigen.

Aber auch der spielerische Umgang mit Formen, Strukturen
und Materialien faszinieren mich an meiner Arbeit.

Immer wieder werden Sie unter Objekte und Themen-Arbeiten
Ausschnitte aus diesem Bereich finden.